Bonnet
Etymologisches Wörterbuch der deutschen Seemannssprache · 1882 · p. 3
das, ist bei uns veraltet, bei den Franzosen aber kommt es als bonnette, den Engländern als bonnet noch vor. Es ist eine Vergrößerung der Untersegel, die bei gutem Wetter und beständigem Winde angebracht wird. Also etwas Ähnliches wie Leesegel, nur daß ein solches neben dem eigentlichen Segel, das Bonnet aber an der Unter kante des Segels angebracht wird. Mittelhochdeutsch bon it, 1461: „en holk, geheten Marienknecht, mit deme segel, bonitzs, veer kabels, veer ankers‟ u. s. w. Bonnet war der Name einer Art von Zeug, Leinwand oder dergl., daher eine aus solchem Zeug verfertigte Mütze bonnet hieß und in England heute noch so heißt. Aus gleichem oder ähnlichem Zeug war auch die Verlängerung des Segels; man gebrauchte sie auch zum Verstopfen eines Lecks. — Da das Bonnet eine Verlängerung des Segels bedeutete, so nahm es auch, den Begriff Verlängerung be sonders auffa end, ganz allgemein die Bedeutung „Verlängerung‟ an, Verlängerung eines Baumes, einer Leiter, eines Löschbordes u. s. w. — Eine andere Erklärung ist, da obige nicht ganz überzeugend zu sein scheint, unter Leesegel gegeben; sie dürfte vielleicht eher einleuchten, zumal im Französischen, vergl. Aubin, 1702, bonnette nicht nur Bonnet in obigen Sinne, sondern auch im weiteren Sinne Leesegel heißt und Leesegel ein Schönwettersegel bedeutet.
Readham'da tam maddeyi gor →