Tonne

Etymologisches Wörterbuch der deutschen Seemannssprache · 1882 · p. 8
die. 1. Ein Seezeichen, das ursprünglich aus einer Tonne best and, jetzt aber aus Eisen gefertigt wird und einer Tonne wenig mehr ähnlich sieht. Aber der Name ist geblieben und hat sogar dienen mü en zur Zus am men fas sung der Tonnen, Bojen, Baken, Spieren in den einen Begriff Tonnenwesen. Die Schiffe, die der glei chen Seezeichen legen und überhaupt in Ordnung halten, heißen jetzt Tonnenleger , Dampftonnenleger. Früher, z. B. zur Zeit der langen Oldenburgisch-Bremischen Weserzollstreitigkeiten, hießen sie Tonnenbojer. Da die Abgaben der Schiffe zunächst zur Unterhaltung der Seezeichen bestimmt waren, so heißen sie noch heute Tonnengelder . 2. Spricht man von Tonne im Sinne von Tonnengehalt . Dieser bedeutet die Zahl der Tonnen, die ein Schiff mit Sic her he it zu tragen vermag, bezw. die Anzahl der Registertonnen als Raummaß für die Schiffsverme ung; eine solche Tonne mißt 2,832 cbm; während eine Tonne als Schiffslast 1000 Kgr. wiegt. Schon frühzeitig ist man im Betonnen eines Fahrwa ers von der eigentlichen Tonnenform der größeren Deutlichkeit der Unterscheidung zuliebe abgewichen. Namentlich in den Niederlanden war es Gebrauch, Tonnen auszulegen, die oft mit einer Tonne gar keine Ähnlichkeit hatten. Waghenaer, „Spiegel der Zeevaerdt‟ 1588, schreibt: „Op alle de stroomen van Hollandt, Vrieslandt ende Zeeland, sijn de tonnen aent opperste rondt en breedt, ende afgaende aent neerste eynde smal ende scherp als hier aan gheteeckent staet (folgt Abbildung eines Dinges, das wie ein Trichter au ieht), sijn swert ghepeckt of geteert, ligghen al meest op de rechter hant int wantzeylen aen de slincker int inecomen, ende aen de ander sijden op de sanden ofte platen staen gemeenlijk de Baeckens met korven bouen op in deser manieren (folgt Bild einer Bake: eine Stange mit einem runden korbgeflechtartigen Ball darauf) op datmerse te verder sien maech. Ende waermen eenige holken oft sanden soude mogen onderseylen, sijn (om dat de verhoeden) witte tonnen gelegt van de en fatsoene (Bild einer richtigen Tonne) ende legghen altijt op de contrarie sijde van de voors. swerte tonnen.‟
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