Schott

Etymologisches Wörterbuch der deutschen Seemannssprache · 1882 · p. 7
das. Die neuen großen Schiffe sind alle durch Querwände in verschiedene Abteilungen geteilt, die mit verschließbaren Türen versehen sind. Sind diese geschlo en, so besteht das Schiff aus einzelnen von einander was ser dicht getrennten Räumen. Wenn nun in Folge einer Havarie einer derselben voll Wa er läuft, so werden die anderen nicht in Mit lei dens chaft gezogen und das Schiff bleibt flott.  —  Bremer Wörterbuch: Schott = Riegel, Schub oder Falltür, wodurch eine zudringende Materie abgehalten wird; schotten = verriegeln, verschließen, absondern durch eine Scheidung, wofür man auch abschotten sagt, einen kleineren Raum von einem größeren durch eine Bretterwand trennen.  —  Bei unseren neuen großen Schleusen haben sie auch Schotten, man hat aber die seemännische Form dafür verschmäht und gemeint, eine hochdeutsche Form wählen zu sollen und sagt daher Schütze . Es ist das Schott ja auch ein Schutz, aber Schott hätte genügt; nie der deutsch schot und schüt: „ein Brett oder eine lose Holzwand, ein hölzerner Schieber, eine Holzklappe etc. zum Schütten oder Abhalten (Absperren, Abschließen etc.) und Stauen des Wa ers, bz. zum Schutz und zur Sic her he it gegen das Einund Durchbrechen des Wa ers bei Sturmfluten, oder auch zum Schütten oder Einund Au perren des Viehes.‟  —  In olden burg is chen und ostfriesischen Zeitungen liest man wohl einmal eine Anzeige: „Geschüttet ein Schaf; abzuholen im Schüttstall bei N. N.‟  —  Kilianus: schutten = sepire, inter sep ire, intercludere, daher: schut, schot = septum, locus conclusus.
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