Signal

Etymologisches Wörterbuch der deutschen Seemannssprache · 1882 · p. 7
das, heißt in der Seemann prache jedes Zeichen, das man auf eine gewi e Entfernung hin gibt, um sich verständlich zu machen und einem andern etwas mitzuteilen, eine Anfrage an ihn zu richten, be sonders auch ihm Befehle zu übermitteln. Das ursprünglichste Signal waren die Be we gun gen des mensch lichen Leibes, ein Winken mit dem Arm, ein Bücken des Oberkörpers (s. Bake). Bald lehrte die Erf in der in Not auch den Seemann andere Hilfsmittel, etwa einen gehißten Besen (Quast, s. Badegast), und vor allen Dingen das Signal i sie ren mit Flaggen, das sich noch immer, auch im inter nation a len Verkehr, erhalten hat. Zum richtigen Verständnis der Signale hat jede Nation ihr Signalbuch , in dem die Signale mit ihrer Bedeutung verzeichnet stehen. Außerdem haben sie alle zusammen ein inter nation a les Signalbuch, mit de en Hilfe ein Ru e und ein Portugiese sich bestimmte Mitteilungen machen können, ohne daß sonst einer ein Wort vom andern versteht. Man signalisiert ferner mit Wink flag gen nach dem Morse-Alphabet, mit dem Semaphor, mit den vers chi eden sten Lichteffekten etc., aber bald wird die drahtlose Telegraphie allen diesen kleinen Aushilfsmitteln ein Ende machen. Bis dah in hat man eigene Signal gas ten, Sign alma ate, Obersignalmaate und eigene Signalzweigkompagnien bei den Matrosendivisionen.  —  Signal kommt vom late in is chen signum, das Zeichen, oder vielmehr vom late in is chen signal is, „bestimmt ein Zeichen zu geben.‟  —  Kontre-Signal heißt das verabredete Zeichen, daß das Signal gesehen worden, bezw. ver standen ist.
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