Sliding gunter

Etymologisches Wörterbuch der deutschen Seemannssprache · 1882 · p. 7
Man spricht von einem sliding gunter Mast und einem sliding gunter Segel; beide sind zusammen, wie es scheint, durch das moderne Lustund Rennjachtwesen nach Deutschland gekommen. Sie werden nur selten geführt, am meisten noch bei Krieg chiffsbooten. Das Segel ist von dreieckiger Gestalt, sein oberer Teil ist an einer Stenge untergeschlagen, die vermöge zweier Eisenringe an dem verhältnismäßig niedrigen Maste auf und niederfährt oder gleitet, daher auch Gleitsegel genannt. Das Wort kommt mit der Sache aus England und bezieht sich  — ursprünglich wohl scherzweise  —  auf Edmund Gunter und de en Sliding-rule, „a sliding scale corresponding to logarithms for performing the multiplication and division of numbers without dividers.‟ —  Man nennt die sliding gunter Takelage auch portugiesische oder Houari-Takelage; houari ist ein Wort der amerikanisch-indian is chen Seemann prache, von den Portugiesen nach Europa gebracht.
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