Pütze
Etymologisches Wörterbuch der deutschen Seemannssprache · 1882 · p. 6
die, heißt an Bord der Eimer. Man hat Holzpützen und Segeltuchpützen (Admirale); Bootspützen, Deckwaschpützen, Teerpützen u. a. m. Im Mittelund Neuniederdeutschen heißt put der Brunnen, aus dem Late in is chen, von puteus stammend. Daher stammt das nie der deutsche Zeitwort putten, Wa er (aus einem Brunnen) schöpfen. Daher stammt auch das mit tel nie der deutsche putse als etwas womit man Wa er aus dem put schöpft. Putse wäre also die richtige Form des Wortes. Woher mit einem Male in die neuhochdeutsche Seemann prache der Umlaut gekommen ist, ist unerfindlich; man wäre geneigt denselben auf Rechnung des Neuhochdeutschen zu setzen, wenn nicht auch von Wangerooge her püds bezeugt wäre. — Kilian hat schon die kurze Form putse, während der Teuthonista noch puteymer sagt. q.
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