Labber

Etymologisches Wörterbuch der deutschen Seemannssprache · 1882 · p. 5
kommt nur in der Verb in dung „labbere Kühlte‟ vor und ist gleichbedeutend mit dem sonstigen niederdeutschen labberig, das zumeist vom Geschmack gebraucht wird: fade, weichlich, süßlich, kraftlos, schlaff. Das letztere nähert sich dem seemännischen Gebrauch, denn bei der unter Kühlte angegebenen Fahrt, die ein Schiff bei labberer Kühlte macht, mü en die Segel wenigstens zeitweilig ziemlich schlaff herunter hängen. Inde en ist nicht nach dem Geschmack sondern nach dem Gehör das Wort gebildet, nach einem Schallstamme von dem Geräusch des Schmatzens beim E en von Süßigkeiten und beim Kü en; daher Labberei, Schleckerei, Schmatzerei, Kü erei. Auch das seemännische labber erklärt sich aus dem Schall, aus dem Geräusch das die Segel machen, wenn ihnen zeitweilig der Wind ganz ausgeht; dann flattern und flappern, wappern und lappern (auch sonst schlagen: „he lapde hum en an de oren‟) und labbern sie.
Readham'da tam maddeyi gor →