Salut
Etymologisches Wörterbuch der deutschen Seemannssprache · 1882 · p. 7
der. Das Schießen eines Saluts ist das Abgeben einer bestimmten Anzahl von (blinden) Kanonenschü en als Gruß, als Ehrenbezeugung für den Landesherrn und für alle diejenigen, die nach dem Salutreglement dazu berechtigt sind. Dazu werden die Kanonen mit Salutkartuschen geladen, (mit Pulver, ohne Geschoß). — Salutfähig , d. h. berechtigt oder verpflichtet zu salutieren sind aber nur Krieg chiffe von gewi er Größe und Stärke der Artillerie. Dem Salut gleich stand ursprünglich Salve , eine einmalige gleichzeitige Abfeuerung von mehreren Kanonen als Gruß, ein feierliches Begrüßung chießen, das dem Gegrüßten ein salve! zurufen sollte; hernach wurde eine Begrüßung des Feindes mit geladenen Kanonen daraus. — Salutleine nennt man wohl auch das Paradirstrecktau, das Manntau an dem die Matrosen sich festhalten wenn sie zum Gruß und zur Ehrenbezeugung die Rahen bemannen, sich auf den Rahen in Reihen aufs tellen. — Es mag in früheren Zeiten manchmal regellos salutiert worden sein. Wenigstens ermahnt ein Geschwaderbefehl d. d. 25. Mai 1652, unterschrieben M. Herberts Tromp, zur Ordnung und Sparsamkeit. „Es wird auch ausdrücklich verboten einige unnöthige Ehren-Schü e zu thun, sondern deß Landes Pulver und Bley zu bewahren und raths am dam it umzugehen; jedoch so man bei einigen andern außländischen Kriegs-Schiffen kommt, wodurch einige Begrüsung mit Lösung deß Geschützes zu thun, zu des Landes Reputation erfordert wird, in solchem Fall haben sie die Ehre unseres Landes in acht zu nehmen, und in aller Ehrbarkeit Hand zu haben.‟
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