Wuling
Etymologisches Wörterbuch der deutschen Seemannssprache · 1882 · p. 8
die, ist eine starke Be fest i gung zweier Gegenstände mite in an der durch Umlegen eines (alten, sich nicht mehr reckenden) Taues, das mehrere Gänge neb ene in an der wie Schraubengänge gelegt wird; das nennt man wulen oder bewulen. Dadurch entsteht an der Stelle nicht nur eine Verstärkung, sondern auch eine Verdickung und es ist daher für die Able i tung an unser hochdeutsches Wort Wulst zu denken. Wie Geschwulst von schwellen, so kommt Wulst von wellen, althochdeutsch well an = drehen, wälzen, rollen, lateinisch volvere, von einer Wurzel val = winden, drehen, wälzen, wickeln, umbinden, festbinden. Mit tel nie der deutsch wolen. In der Chronik des Lübecker Dom in ikan ers Hermann Korner (Handschrift aus dem 15. Jahrhundert in Wien) heißt es: „nemen de maste van den olden schepen, de see senken wolden vor dat Reveshol, undde woleden de harde tosamende‟. Die „Beschriving van der Kunst der Seefahrt‟ 1673 hat „wölen‟: „musten auch (auf stark havariertem Schiffe) daß Vorschiff mit eine Pferde Linie zusammen wölen, sonst wolten die Anckers mit dem Vorschiff fort.‟
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