Takler
Etymologisches Wörterbuch der deutschen Seemannssprache · 1882 · p. 8
der. Jeder rechte Seemann muß ein Takler sein, d. h. die Arbeit des Takelns ver rich ten, eine Take lung hers tellen, ein Ende betakeln und beim Aufoder Abtakeln eines Schiffes seinen Mann stellen können. Alle diese Wörter kommen ja schließlich auf eines hinaus: seemännisches Vermögen mit dem Tauwerk richtig umgehen zu können und ihm die Gestalt und Beschaffenheit zu verleihen, in der es an seinem Orte und zu seiner Be stim mung gebraucht wird. — In sonder he it heißt betakeln das abgeschnittene Ende eines Taues so mit einem Bändsel befestigen, daß die Kardeele nicht aufgehen. Takeln überhaupt heißt spli en und knoten und dergl. Will man eine derartige Arbeit ganz allgemein bezeichnen, so nennt man sie eine Take lung. Wird ein Schiff in Dienst gestellt und es bekommt seine Segel und sein Tauwerk und es wird alles an seiner richtigen Stelle gesetzt und geschoren, so heißt das auftakeln, das Gegenteil davon aber abtakeln. — Auf der Werft hat man eigene Takler und eine besondere Werkstatt für sie. — Ein Frauenzimmer, das sich sehr geputzt hat ist „mächtig auf get a kelt‟; doch sagt man auch ohne Vorwurf „fein auf get a kelt‟, s. Takel.
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