Dwaidel
Etymologisches Wörterbuch der deutschen Seemannssprache · 1882 · p. 3
der, ein Wischer, aus alten Lumpen gefertigt, die an einem Stiele befestigt sind, womit der Matrose auf Handel chiffen, namentlich kleineren, sein Fahrzeug reinigt. Auch Dweil. Ist das sonst im Niederdeutschen gebräuchliche Dwele, Handdwele, alt deutsch dwahila, niederländisch dwaele, englisch to well, franz. touaille, wangerländisch dweil. Hochdeutsch Quehle und Zwehle mit großer Ver wan dts chaft in allen german is chen und roman is chen Sprachen. Grundbedeutung: Etwas zum Netzen, Naßmachen, Waschen. — Davon Zeitwort dweilen, waschen, Deck waschen. — (Davon durch Aphäres is des d und indem der Lippenlaut w zu einem Zungenlaut f wurde: Faidel, Feidel, Feudel, Scheuertuch).
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