Wasserschaut

Etymologisches Wörterbuch der deutschen Seemannssprache · 1882 · p. 8
der, ist ein Aufsichtsbeamter der Hafenpolizei, be sonders für das Heuerwesen; „un off icier chargé de surveiller les engagements des matelots‟. In seiner halb hochdeutschen Gestalt sieht das Wort sonder bar aus, es wäre schon be er man hätte es bei dem guten alten water schout gela en. Schout by nacht heißt im Niederländischen der Kontre-Admiral; schout für sich allein der Schulze, Gemeindevorsteher. Es liegt in schout überhaupt der Begriff Beamter, Richter, Amtmann, Hauptmann, Aufseher, ursprünglich Steuerempfänger oder vielmehr Steuereinforderer, denn das ganze Wort hieß mittelniederländisch (Kilian) schoutheet, schoutheyt, schoud-heescher, schout-heys: „praetor, quod jus debit i pet at sive exigat,‟ also Schul the iß, der Beamte der die Schuld, die Steuer heischt oder heißt, d. i. sie zu bezahlen befiehlt, sie einfordert, einzieht. Aus Schul the iß ist Schultze verkürzt, der Familienname Schultze ist also mit einem tz älter und ehrwürdiger.  — Wollte man das water schout verde uts chen, so hätte man nicht auf halbem Wege stehn bleiben dürfen, sondern Wa erschulze sagen mü en.
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