Brandung

Etymologisches Wörterbuch der deutschen Seemannssprache · 1882 · p. 3
die. Die Bewegung der an einer Küste, einem Felsen etc. etc. sich brechenden Meereswogen. Schon im Beówulf kommt brant, bront vor für to send, schäumend, von Schiff und Flut gebraucht. Es ist bei der Benennung ausgegangen von dem was das Ohr hört, nicht von dem was das Auge sieht, denn Brandung ist mit Brand da elbe Wort, und man hat dabei an das Geräusch des Brennens, das Brausen, Zischen und Gischen einer Feuersbrunst zu denken. Das Zeitwort dazu heißt branden , vom niederdeutschen brannen = brennen und von Brandung beeinflußt. In Ostfriesland gebraucht das Volk das Wort Brandung selten oder nie, sagt vielmehr See.  —  Daß das Geräusch den Au chlag gab, geht aus dem Alt nor disc hen, Angelsächsischen und Altenglischen hervor, wo Brandung brim heißt, von breman, brummen, brausen, lateinisch fremere, griechisch breme in. Inde en kommt schließlich alles auf eines hinaus, denn im Sanscrit heißt bhramas pra elnde Flamme.
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