Schloiknie
Etymologisches Wörterbuch der deutschen Seemannssprache · 1882 · p. 7
das. „Die Schloikniee dienen dazu, den A us lieger des Galjons von der Seite zu umfa en und mit dem Bug des Schiffes zu verbinden. Auf jeder Seite des Galjons liegen deren zwei; der gebogene Arm liegt mit seiner hohlen Bugt gegen den Bug des Schiffes, und zwar auf dem Bergholz, der andere Arm ist mit dem A us leger verbolzt.‟ Bobrik II. 2. 2371. Das für unser Auge etwas sonder bar au ehende Schloi müßte eigentlich Sloi heißen und hat im Niederländischen, woher es stammt, die Form sluy. Unser niederdeutsches sluten = schließen heißt nämlich im Niederdeutschen sluiten, sluyten, und bedeutet ursprünglich biegen, krümmen, zusammenbiegen, vereinigen, verbinden, lateinisch claudeo. Dieser Begriff liegt ganz und voll in Schloiknie, das mit zwei Armen eine Verb in dung herstellt zwischen Schiff und Gallion.
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