Fangleine

Etymologisches Wörterbuch der deutschen Seemannssprache · 1882 · p. 3
die, eine lange, dünne aber feste Leine, die aufgescho en, von Bord aus an Land (oder umgekehrt) auf ziemlich weite Entfernung, wenn der Werfer seine Sache versteht, geworfen wird. Derjenige dem die Leine zugeworfen ist muß sie fangen, einholen und holt dann die am andern Ende der Fangleine befestigte Tro e mit ein, um sie am nächsten Poller oder Ducdallen fest zum a chen. Fangleine eines Bootes ist eine etwas stärkere Leine, die als Schlepp tau dient. Fangtaue sind dünne Tauenden, mit denen etwas im Wege Hängendes aufgebunden, beiseitegebunden, aufgefangen wird. Fang stander ist ein Stück Kette das das im Davit hängende Boot tragen hilft und also die Taljenläufer de elben entlastet.  —  Auf Wangerooge sollen sie das Ankertau fangelin nennen.
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