Schlag

Etymologisches Wörterbuch der deutschen Seemannssprache · 1882 · p. 7
der. 1. Röding: „Wenn man ein Tau um einen Gegenstand herumschlägt, zum Be i spiel um ein and eres Tau, um ein Spill u. s. w., so daß es eine ganze Umwälzung um diesen Gegenstand macht und die beiden Enden kreuzweise über einander zu liegen kommen, so ist dieses ein ganzer oder ein runder Schlag ; macht man diese Umwälzung noch einmal, so ist es ein doppelter Schlag ; geht die Umwälzung aber nicht rund um, so daß sich die beiden Enden nicht berühren, so ist es nur ein halber Schlag .‟ 2. Wenn ein Schiff zu kreuzen genötigt ist und es fährt demgemäß einmal nach einer und dann nach der anderen Richtung, so nennt man jedesmal die nach einer Richtung zurückgelegte Strecke einen Schlag. 3. Der Schlag mit dem Riemen beim Rudern; er ist ein „Schlag ins Wa er‟, aber ein wirkungsvoller, nicht, wie im Hochdeutschen, eine vergebliche Arbeit. 4. Wenn ein Schiff ungleich geladen ist und sich infolgede en auf die Seite neigt, so sagt man: es hat Schlagseite. Alle diese seemännischen Bedeutungen von Schlag gehen, wie überhaupt auch sämtliche hochdeutsche Anwendungen des Wortes, auf die ursprüngliche Bedeutung des Zeitwortes schlagen zurück, gotisch slahan: unaufgehalten eine gewi e Richtung ein schlagen .
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