Kuff

Etymologisches Wörterbuch der deutschen Seemannssprache · 1882 · p. 5
die, ein Seeschiff von festem, aber plumpem, breitem, rundem Bau, mit zwei Masten. Ostfriesisch, wangeroogisch, niederländisch kuf, so daß der Hinweis auf Kufe von selbst gegeben ist, mit der sich eine Kuff wegen der runden Bauart auch sehr wohl ver glei chen läßt. Die Abstammung eines so alten, in die frühesten Kulturzeiten zurückweisenden und auf Flechtwerk als erste Entstehungsart hindeutenden Wortes (vergl. Korvette) vom late in is chen cup a = Faß will Hildebrand (Grimm V 2531) nicht glaubwürdig erscheinen; er nimmt zwar bei einer in Raum und Zeit so we it verzweigten Ent wick lung ein Verflechten mit roman is chen Anklängen an, aber in der Form von Wechselwirkung; nur beim Weinbau am Rhein, der ja von den Römern eingeführt wurde, nimmt er eine unmittelbare late in is che Bee in flus sung von Kufe durch cuba an.  —  Der Begriff des Runden und Plumpen ist in dem modernen Bewußtsein so sehr mit Kuff verbunden, daß man jedes auch ganz anders getakelte Schiff, ja jeden plumpen Dampfer verächtlicherweise eine Kuff nennt.  —  Öfters hat die Kuff zur Erhöhung der Stabilität ein Schwert. Trotzdem nimmt sie viel Wa er über, vergl. Lüpkes, Seemann prüche 12: Kuffen un Smakken Sünd Waterbakken; Hoekers un Buisen Sünd Seem anns hui sen.
Readham'da tam maddeyi gor →