Aufpentern
Etymologisches Wörterbuch der deutschen Seemannssprache · 1882 · p. 1
Das was jetzt Krahnbalken heißt (und auf Krieg chiffen auch bereits „im Verschwinden gepeilt‟ wird) hieß früher Penterbalken: der vorn am Schiffe außenbords quer abstehende Balken an dem der Anker frei auf und nieder hängen kann. Das Subs tanti vum Penterbalken ist veraltet, aber das Zeitwort aufpentern ist geblieben: den am Penterbalken oder vielmehr Krahnbalken hängenden, aufgekatteten (s. katten) Anker mit dem Penterhaken fa en und mit der Pentertalje an das Schiff heranholen und festmachen. Mit tel nie der deutsch pin, niederländisch penn, ostfriesisch penne, nie der deutsch penn heißt Pinne (s. d.), Pflock, Zapfen zum Festhalten, zum Festmachen. Davon dürfte das Zeitwort, das ja festmachen bedeutet, weitergebildet sein. Das t ist das ostfriesische Einschiebe-t vor n in Diminutivformen; so wie aus Anna Antje, so wird aus penn pentje gemacht und davon pentjern, pentern gebildet sein.
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