schlingern
Etymologisches Wörterbuch der deutschen Seemannssprache · 1882 · p. 7
bedeutet im Sprachgebrauche des Seemanns das Schwanken des Schiffes nach beiden Seiten hin, das Sichüberlegen bald nach Steuerbord, bald nach Back bord. Das Zeitwort ist Iterativum vom niederdeutschen slingen, und dieses bedeutet eigentlich: sich bewegen wie eine Schlange, Schlangenbewegungen machen, also das hochdeutsche „schlängeln.‟ — Um die keineswegs zu den Annehmlichkeiten der Seefahrt gehörigen Schlangenbewegungen eines Schiffes zu vermin dern, werden in neuerer Zeit an den Schiffen besondere Schlingerkiele angebracht. „Sie sind stets symmetrisch auf beiden Schiff eiten in der Kimm, d. h. an der Stelle des Schiffsbodens angebracht, welche die Abrundung zwischen dem horizontalen und vertikalen Teile bildet. Sie erstrecken sich der Länge nach etwa über die halbe Schiffslänge, und zwar in der Mitte des Schiffes, und sind an den vorderen und hinteren Enden in einer schlanken Kurve abgerundet‟.
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