Sirene
Etymologisches Wörterbuch der deutschen Seemannssprache · 1882 · p. 7
die, ist ein Nebel signal apparat, der einen weithin heulenden Ton von sich gibt und Schiffen im Nebel die Nähe des Landes kund tut. Die Benennung ist zwar nicht ganz sinngemäß, da diese Sirene das gerade Gegenteil beabsichtigt wie die kla ischen Sirenen, aber doch in so fern glücklich gewählt, als jeder gleich weiß, was darunter zu verstehen ist. — Wie sich ein althochdeutscher Physiologus eine Sirene vorstellte, sehen wir aus einer Wiener Handschrift des elften Jahrhunderts: „In demo mere sint uunderlihu unihtir, diu heizzent sirene unde onocentaur i. Sirene sint meremannin unde sind uuibe gelih unzin ze demo nabilin, dannan uf vogele, unde mug in vile scono sinen (singen). So si gesehint man an demo mere var in, so sinen sio vilo scono, unzin si des uunnisamin lides so gelustigot uuerdin, daz si inslafin. So daz mermanni daz gesihit, so verd ez in unde brichit si.‟
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