Merk

Etymologisches Wörterbuch der deutschen Seemannssprache · 1882 · p. 6
das, war früher = Landmarke, wird aber jetzt nur selten noch in diesem Sinne, etwa noch in der Verb in dung „das ist ein gutes Merk‟ gebraucht. Sonst ist die Bedeutung darauf zusammengeschrumpft, daß es ein Kennzeichen an irgend einer Sache ist, an dem man sich etwas merken will, etwa einen Strich oder einen Streifen bildend. „Etwas mit einem Strich oder Streifen versehen‟, das ist ja die uralte Bedeutung des unserem Mark zu Grunde liegenden Stammes, und Mark heißt zunächst nur Zeichen, dann Kennzeichen, Grenzzeichen, Grenze, davon Markgraf und marquis, spanisch marques, italienisch marchese.  — Merk ist die nie der deutsche Form für Mark. Im Seebuch (1400) heißt es merk und merke. —  Mark als Münze bedeutet ein bestimmt abgeschätztes und gekennzeichnetes, mit einer Marke versehenes Goldstück.
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