Heck
Etymologisches Wörterbuch der deutschen Seemannssprache · 1882 · p. 4
das, ist der hinter ste oberste Teil des Schiffsrumpfes und bedeutet einen eingehegten Raum, d. h. einen solchen, der an drei Seiten mit einem Heck (= Hag, Hecke, Zaun, Einfa ung) umgeben ist. Das Bild wird deutlicher wenn man bedenkt, daß, ähnlich wie bei Schiffen mit einer Kampanje, früher das Hinter teil nicht mit einer festen, ma iven Bordwand sondern nur mit Stützen (vergl. Reeling) umgeben war, die etwa wie Zaunpfähle, nur weiter aus einander, standen und unter einander mit Tauen oder Ketten verbunden zu werden pflegten. Verwandt ist hegen = schützen, da das Heck vor dem Überbordfallen oder vielmehr vor dem Ins was ser fallen schützen soll. Im Nordfriesischen ist heck ein kleiner, abgemachter Teil vor den Fenstern. Das „Bremer Wörterbuch‟ kennt hek als Zaun von Brettern, auch Tür eines Zaunes, „Heckgatter‟, Schlagbaum. In Holland ist es „een getralied — also ein gegittertes — afschutsel.‟ Ostfriesisch hek, Einfriedigung, Gitter, Gitterwand, Gitterpforte. — Heckbalken heißt der Hauptquerbalken, der die beiden Hauptteile des Achterschiffes scheidet, den unteren oder Spiegel und den oberen oder das Heck. Heckbord ist der Rand, die Reeling des Hecks, zu dem sich oder zu der sich die ursprünglichen einfachen Stützen allmählich ausgewachsen haben. Schon früh gab es Schiffe mit be sonders hohem oder sonst bedeutsamem Heck, wie eine Urkunde der Gräfin Margaretha von Flandern aus dem Jahre 1252 zeigt: „Navis que dicitur Hegboth, que habet retro anulos ferreos debet Comiti IIII denarios et feod at is quatuor denarios; sie vero retro anulos ferreos non habuerit debet Comiti duos denarios et feod at is duos denarios.‟
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