Kneifsteck

Etymologisches Wörterbuch der deutschen Seemannssprache · 1882 · p. 5
der, ist ein Stek, der den Vorteil hat, leicht gelöst werden zu können; er ist nämlich so eingesteckt, daß das Ende, wenn Kraft darauf kommt, bekniffen ist; hört aber die Kraft auf, so kann man das bisher bekniffene Ende bequem herausziehen und den ganzen Stek leicht lösen; und selbst wenn Kraft darauf steht kann das bekniffene Ende ohne große Mühe dem Zustande des Bekniffenseins entzogen werden. „Bekniffen‟ sein in übertragenem Sinne ist ein wenig angenehmes Gefühl, nämlich eine Art von moral is chem Katzenjammer, eine Lähmung und Hinderung fröhlicher Tatkraft in Folge eines gemachten Fehlers.  —  Weil ein Kneifsteck, sobald man an dem bekniffenen Ende zieht, aufgeht, „schlippt‟, so heißt er auch (s. d.) Schlippsteck.
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