Schleuse
Etymologisches Wörterbuch der deutschen Seemannssprache · 1882 · p. 7
die. „Ein sehr nützliches Wa ergebäude, vermittelst de en sich das Wa er in dem von dieser Schleuse eingeschlo enen Raum oder in der Kammer derselben erhöhen und erniedrigen läßt.‟ (Roeding) Schleusen, die einen Hafen vor den Be we gun gen der Ebbe und Flut verschließen, waren demnach vor 100 Jahren noch nicht üblich. Da eine Schleuse ein Verschlußding ist, so hat man zur Erklärung auf das althochdeutsche sliozan, schließen, schließen wollen; das geht aber nicht, weil sonst sich das z zu t im Niederdeutschen und Niederländischen hätte verschieben mü en, das ist aber nicht geschehen, da Schleuse hier nicht slüt und sluyt, sondern slüs und sluys heißt. Daher mü en wir im roman is chen Sprachgebiet Umschau halten, wo man früh mit Erbauung von Wa erwerken begann. Schleuse kommt in der Tat von daher. Vom late in is chen excludere ist zunächst das mit tel late in is che exclusa, sclusa gebildet, davon das spanische esclusa und französische écluse, das sich durchs Holländische — sluys, sprich sleus — zum deutschen Schleuse weitergebildet hat.
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