belemmern

Etymologisches Wörterbuch der deutschen Seemannssprache · 1882 · p. 2
Wo es, wie auf einem Schiffe, auf Ausnützung des Raumes ankommt, da muß dafür gesorgt werden, daß keiner der vielen Gegenstände, die an Bord gebraucht werden, dem anderen im Wege ste he und seinen Gebrauch verhindere oder erschwere, d. h. belemmere. Auch ein Mensch kann den andern belemmern, wenn er ihm Wege steht oder „zu nahe auf der Pelle sitzt‟. Es bedeutet aufhalten, hemmen, hindern, lähmen . Es ist verwandt mit lahm, ein Frequent at i vum des mittelniederdeutschen belemen, althochdeutsch bilemjan, pilemmen, bilemen. Es wird auch gebraucht, wenn ein Raum, ein Boden, eine Last zu voll gepackt ist, daß man sich nicht darinnen bewegen, rühren kann.  —  Daß die „Beschriving van der Kunst der seefahrt‟, das Loggen als eine „belemmering‟ ansieht, ist unter Log nachzulesen; wie Fritz Reuter Belemmerung anwendet, s. unter praien. Bel emmer the it ward im Mitteldeutschen aber zuweilen auch für Beschäftigung gebraucht: „De ander remedie (gegen gulsicheit, Gefräßigkeit) is... Van rede like dinghen belemmerthede.‟
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