Bumboot

Etymologisches Wörterbuch der deutschen Seemannssprache · 1882 · p. 3
das, ein Boot in dem Händler allerlei Lebens und Genußmittel feilhalten oder an Bord bringen, Obst, Gebäck und der glei chen Dinge, die in der Bordverpflegung nicht vorgesehen sind. Das Wort kommt nicht etwa von pumpen, wiewohl Bumbootsleute leider manchmal auch borgen, sondern ist mit Buhne verwandt, im Sinne von Fischkasten. So hieß ein Boot mit einer Buhne Bunoder Bumboot, und zwar in Flandern und Südholl and, wo der glei chen Fischerfahrzeuge gebräuchlich sind. Sie werden aber auch als Lootsenfahrzeuge benützt und eignen sich, grade wegen der Buhne, dem Fischtank in der Mitte, be sonders zum Aufstapeln und Feilbieten von Verkaufsgegenständen. Englisch bumboat, a boat for carrying provisions to a ship at a distance from shore. Doch ist letzteres nicht mehr ganz zutreffend, da es jetzt auch Bumbootsleute, namentlich Bumbootsfrauen gibt, die nicht at a distance from shore ihr Wesen treiben, die gar kein Boot; geschweige denn ein Bumboot besitzen oder benützen, sondern einfach ihre Waren in einem abgelegten Kinderwagen läng eits eines am Bollwerk oder dem Kai liegenden Schiffes bringen. Der Name aber, Bumbootsmann oder Bum boots frau, ist geblieben. —
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