Domper

Etymologisches Wörterbuch der deutschen Seemannssprache · 1882 · p. 3
der, das Tau (aus Draht) das der blinden Rahe Halt nach unten zu gewährt. Ganz vorne am Bug und niedrig über dem Wa er angebracht muß der Domper bei Seegang not wend i ger weise mit dem Wa er in Berührung kommen und bei jeder höheren Woge untertauchen. Davon hat er den Namen. Früher, als man die Kanonen noch auf sehr einfache Art befestigte, kam es vor, daß sie durch das Schlingern des Schiffes vornüber fielen, das nannte man „die Kanonen dompen‟. In Ostfriesland ist ein Zeitwort dumpen (niederländisch dompen) im Gebrauch: stoßen, drücken, niederdrücken, unterdrücken, ducken, tauchen, eintauchen, sinken machen, versenken; davon ist domper gebildet. Da unser tauchen da elbe Wort ist wie taufen, und gothisch daupjan hieß, altsächsisch dopan, nie der deutsch dopen, so ist klar, daß das ostfriesische dumpen und das niederländische dompen rhinistische For men (durch Nasa lie rung ent standen) von dopen sind, Domper also nichts and eres ist und bedeutet als Taucher. Das Zeitwort dompen wird auch sonst an Bord gebraucht im Sinne von „etwas nach unten zu bewegen.‟
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