Kette

Etymologisches Wörterbuch der deutschen Seemannssprache · 1882 · p. 5
die, vom late in is chen catena, hat auf größeren Schiffen als Ankerkette das früher übliche Ankertau vollständig verdrängt. Sprachlich ist nur die Wendung „Kette stecken‟ zu erwähnen, weil sie in übertragener Bedeutung gebraucht wird. Es heißt eigentlich: „mehr Kette zu den Klüsen hinau tecken‟, was stets zu geschehen hat wenn ein Sturm aufzukommen droht. Das Bild der aus der Klüse herauskommenden Kette schwebt dem Seemann vor, wenn er für das, was man sonst nennt „den heiligen Ulrich anrufen‟ oder „Kotzebues Werke herausgeben‟, sagt: „Kette stecken‟. Schon diese scherzhafte Bezeichnung beweist, daß Jan Maat mit seekranken Leuten nicht allzuviel Mitleiden hat. Seemann prache, By Goedel, Gustav
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