Mole

Etymologisches Wörterbuch der deutschen Seemannssprache · 1882 · p. 6
die, im Munde des niederdeutschen Seemanns wohl auch Mulje, ist jetzt ein Steindamm oder vielmehr eine Kaimauer, die den Eingang eines Hafens zugleich bildet und schützt. Früher ganz allgemein ein Damm oder Deich. In der Chronik des Landes Dithmarschen von Neocorus heißt es: „up de mohle is ein grot in brock geschehen‟. Holländisch mole, dänisch mullie, schwedisch mölja, englisch mole, französisch mole, italienisch molo, spanisch muelle, portugiesisch mol he  —  alles zurückgehend auf das late in is che moles, Ma e, Last, große Stein ma e, Damm. Bei San Lucar de Barra med a befand sich sehr früh eine Mole. 1588 schreibt Waghenaer im „Spiegel der Zeevaerdt‟: „Voorts om te weten die mercken vanden steen oft droochte die int gadt van S. Lucas ligghende syn, als de Molen ende t'witte Clooster staende opt Oostereynde van S. Lucas ouer een comende‟ ...
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