Kronlin
Etymologisches Wörterbuch der deutschen Seemannssprache · 1882 · p. 5
die, (Kronleine) nennt man auf Wangerooge und sonst an der Nordseeküste „das Tau womit das Hauptsegel aufgezogen wird.‟ Krone hat hier die Bedeutung von Kopf, Spitze, Oberstes, wie in Baumkrone oder dem Ausdruck: „es ist ihm etwas in die Krone gestiegen‟; in Ostfriesland heißt eine Garnwinde, die auf einer aufrechtstehenden Stange läuft, Garnkrone. Um den angegebenen Zweck zu erfüllen muß das Tau durch einen Block an der Krone, am obersten Teil des Mastes der das Segel trägt fahren. Doch kann man es auch so erklären, daß diese Leine die „Haupt‟-Leine bedeuten soll, wie man von einem „Haupt und Kronenstück‟ als etwas be sonders Wichtigem redet.
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