Rose
Etymologisches Wörterbuch der deutschen Seemannssprache · 1882 · p. 7
die, heißt an Bord die Kompaßrose. Das Wort erklärt sich nach dem bekannteren Wind rose von selbst, wenn auch eine sehr beträchtliche Phantasie dazu gehört, in dem Bild der verschiedenen Kompaßstriche eine Rose zu erblicken. Doch mag bei der Neigung der Alten, auch der glei chen Dinge zu schmücken, ein besonderer Schmuck die Ver anlas sung gegeben haben, diese runde Tafel Rose zu nennen. Auf französischen Kompa en des 18. Jahrhunderts und be sonders auch des 17., ist in der Mitte ein Mann zu Pferde abgebildet, auf den acht Hauptstrichen sind Menschenköpfe und sonstige Verzierungen angebracht. Der Strich für Nord ist aber von einer französischen Lilie in der bekannten herald is chen Form gebildet. Nichts des to we niger hieß die Scheibe schon damals auch im Französischen rose; so mag also anstatt der Lilie zu anderer Zeit oder an anderen Orten eine Rose als Verzierung gedient haben.
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