Anholen
Etymologisches Wörterbuch der deutschen Seemannssprache · 1882 · p. 1
Wenn beim Boot egeln beim Winde gesteuert werden soll, so muß der zu Luvart sitzende Boot teurer das Großsegel chothörn (s. Schothörn) möglichst nahe, oder wie der Seemann sagt möglichst hart, an sich her an brin gen; was geschieht, indem er die Großsegel chot anholt . — Bei Rahesegeln mü en, wenn vor dem Winde gefahren wird, beide Schoten angeholt werden, dam it das Segel möglichst ste if steht und seine ganze Fläche in möglichster Ausdehnung dem Winde darbietet. Schon Kilianus (1547) hat das Wort, und zwar gebraucht er die Wendung: anhaelen het seyl; aber er übersetzt das falsch mit string ere vela, es muß heißen pandere vela.
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