unterfangen
Etymologisches Wörterbuch der deutschen Seemannssprache · 1882 · p. 8
wird gebraucht, wenn man etwas irgendwo fest bindet, wo es möglichst wenig im Wege ist und möglichst wenig Platz einnimmt, namentlich wenn man etwas an der Decke irgend eines Raumes fest bindet, so daß es da hängt ohne den Raum seiner eigentlichen Be stim mung zu entziehen. Das Wort wird unter fangen betont, es ist nicht in dem ethischen Sinne, indem man sagt „ich habe mich unter fangen ‟ d. h. „ich habe es gewagt‟, gebraucht, sondern in dem rein me chan is chen des Be fest i gens. Wenn fangen mit paça, das im Sanscrit Strick heißt, und mit pax, der Friede, das eigentlich „Be fest i gung‟ bedeutet, verwandt ist, so gebraucht es in der Verb in dung „unterfangen‟ die Seemann prache in seiner urspünglichsten Bedeutung: „etwas (unter Deck, unter der Decke) befestigen, festbinden.‟
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