verschalken

Etymologisches Wörterbuch der deutschen Seemannssprache · 1882 · p. 8
Bei sehr schlechtem Wetter, wenn Gefahr vorhanden ist, daß Sturzseen überkommen, werden die Luken, durch die das Salzwa er ins Innere des Schiffes dringen könnte, verschalkt, d. h. sie werden zugedeckt mit ihrer Gräting und darüber wird ein Stück was ser dich ten Segeltuches genagelt; doch so daß die Nägel leicht wieder ausgezogen werden können, wenn die Gefahr vorüber ist. Zu diesem Zwecke werden die Nägel nicht bis an ihre Köpfe eingeschlagen, sondern man legt erst ein Holzklötzchen unter als Unterlage und Stütze gegen zu tiefes Eindringen. Dieses Klötzchen, im Niederdeutschen schalk (auch Stütze, Unterlage, Träger bedeutend, eigentlich ein Knecht ) genannt, hat dem Zeitwort verschalken zum Dasein verholfen.
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