Strich

Etymologisches Wörterbuch der deutschen Seemannssprache · 1882 · p. 8
der. Man hat die Kompaßrose oder -Scheibe in 32 Teile eingeteilt und jeden derselben mit einem Strich bezeichnet und ihm einen Namen gegeben. Diese 32 Striche nennt man ganze Striche. Jeder Strich ist aber noch einmal geteilt, und jeder dieser Teile noch einmal, so daß man auf Vier tel str i che genau steuern kann. Das war in alten Zeiten anders. Da nahm man es nicht so genau. Von den Zeiten des „Seebuches‟, 1400, sagt Breusing in der Einleitung: „Die Kompaßangaben im Seebuche gehen nur bis auf ganze Striche und nicht, wie dies jetzt gebräuchlich ist, bis auf Vier tel str i che. Soll die Richtung genauer bestimmt werden, so wird der Zusatz „ein wenig nach‟ gebraucht (en luttik tegen norden), womit die Größe eines Vier tel striches gemeint sein wird, oder der Zusatz: „reichlich‟ (wal so nortlik, wal so sutlik), womit die Größe von be in a he einem halben Strich angedeutet sein mag.‟
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