Steuerbord

Etymologisches Wörterbuch der deutschen Seemannssprache · 1882 · p. 7
die rechte Seite des Schiffes von vorn bis hinten, die ganze rechte Seite und zwar von hinten aus gesehen, in der Richtung der Fahrt betrachtet. Es ist der Bord über den in alter Zeit gesteuert wurde als dies noch mit einem Riemen oder einer Pagaie geschah. Vergl. Back bord . Steuerbord heißt in Holland stuurboord, sprich stürboord. Von da haben es die Franzosen übernommen mit der Au prache stirbord und haben daraus durch Umstellung (Metathesis nennen es die Schriftgelehrten) stribord gemacht. Weil nun stribord die rechte Schiff eite ist, so haben es nachher etliche aus dem Late in is chen deuten wollen, als ob es eine Abkürzung von dextribord wäre, und dextribord hat es auch eine Zeit lang auf französisch geheißen, bis man sich besann und wieder zu stribord zurückkehrte; da man ja in der französischen Seemann prache schon so viele deutsche See man nswörter hatte, kam es auf eins mehr auch nicht an.  —  Mit tel nie der deutsch sturbord; Seebuch (1400): „De dar wil segelen to Kalkesorde de sal laten dat twedeel van dem watere an back bort van eme unde dat dorde deel an sturbort.‟  —  Lucas Jan on Waghenaer, 1588 im „Spiegel der Zeevaerdt‟ hat stuyerboort: „... so sietmen aen stuyerboort een cleyn Eylant daer een Kercxken op staet.‟
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