Grummetstropp

Etymologisches Wörterbuch der deutschen Seemannssprache · 1882 · p. 4
der, ein runder Stropp, aus einem Kardeel vom aufgedrehten Stück eines (bereits gebrauchten, alten) Taues. Es hat dieses Grummet mit dem Grummet = Grünmaht, dem zarten Schnitt des (nur grünenden, nicht wie beim ersten blühenden) Grases wohl nichts zu tun, wiewohl man diesen auch als „Überbleibsel‟ bezeichnen könnte, und wiewohl auch unser Grummet nach dem Material genannt wird aus dem man ihn anfertigt. Es gibt nämlich ein niederdeutsches Wort grumm = Schutt, Zerriebenes, und eine Mehrzahl grumpen = Stücke, Brocken, Zerbröckeltes, also auch Auseinandergeteiltes, be sonders aber auch Überbleibsel. Das niederländische grommen, die Eingeweide ausnehmen, hängt dam it zusammen. Und eben ein a use in an der ged reh tes, übrig gebliebenes Stück Tau, dem die Kardeele wie Eingeweide aus dem Leibe geholt sind, wird zu einem Grummetstropp benützt, und es kann dazu um so eher altes Tauwerk genommen werden, als ein solcher nichts weiter zu halten, sondern nur zu verhüten hat, da an den be tref fen den Stellen die Takelage schamfilt.
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