Schmeerreep

Etymologisches Wörterbuch der deutschen Seemannssprache · 1882 · p. 7
das, ist ein Sic her he its tau, das geschoren wird, um in Wirkung zu treten, wenn das eigentliche Tau aus irgend einem Grunde nicht halten sollte; also etwas das an sich überflü ig ist und nur der größeren Vorsicht halber, um ein Übriges zu tun, benützt wird, dam it man des to be er und sicherer fahre. Es mag der Benennung der Gedanke an das Sprichwort zu Grunde liegen: „Wer gut schmeert, der gut fährt‟, d. h. wer dem Kutscher kein Trinkgeld gibt, der fährt zwar auch, wer ihm aber eins verabreicht, der fährt be er, schneller, sicherer. Jemanden schmieren heißt ihn bestechen, sich seiner durch Bestechung versichern, und eine Versicherung ist das Schmeerreep, ist auch die Schmiergording gewesen.  —  Es braucht kaum ausdrücklich bemerkt zu werden, daß das Gesagte nur den Wert einer Vermutung hat und daß unser Wort noch einer wis sens chaft lichen Erklärung harrt.
Readham'da tam maddeyi gor →