Gestade
Etymologisches Wörterbuch der deutschen Seemannssprache · 1882 · p. 4
das, jetzt allgemein für Küste gebraucht, ursprünglich aber ein Ort an der Küste, ein Platz am Ufer wo man nicht nur Waren für die Schiffe, sondern auch diese selbst aufs tellen konnte, also eine Hafenanlage mit einfachen Auf schlepp vor rich tun gen. Vom althochdeutschen stadon, mittelhochdeutsch staden im Sinne von landen, am Lande die Schiffsgüter aufs tellen, also eigentlich Landung telle; oberdeutsch Staden; althochdeutsch stad, mittelhochdeutsch stade. Der eigentliche Begriff ist der von irgendwo hins tellen und dadurch das, was vorher in Bewegung war zur Ruhe zu bringen; daher best at ten sowohl be graben als auch heiraten bedeuten kann. — Die Vorsilbe ge ist diesel be wie in Geschwader und in Gezeiten.
Readham'da tam maddeyi gor →