Top und Takel
Etymologisches Wörterbuch der deutschen Seemannssprache · 1882 · p. 8
Vor Top und Takel segeln heißt, ohne jegliches Segel zu setzen sich dem Sturme preisgeben, so daß also lediglich das Schiff selbst und seine Takelage dem Sturme eine Angriffsfläche bietet. Es liegt auf der Hand, daß das äußerste Gefahr bedeutet und auf Leben oder Sterben geht. Darum heißt französisch das „aller à mats et à cordes‟ auch „aller à la dérive, aller à Dieu et au tems‟ (Aubin, 1702). Dänisch: „med top og tavl‟, ganz und gar, mit Kopf und Schwanz, mit Haut und Haaren. In Holland, überhaupt bei allen seefahrenden Völkern sind ähnliche Redewendungen in Gebrauch; „over Gods genaade drijven‟; „sig aan het geweldt der winden en baaren (Wellen) overgeven.‟
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