Variation

Etymologisches Wörterbuch der deutschen Seemannssprache · 1882 · p. 8
die. Die verschiedenen für den seefahrenden Mann wichtigen Ablenkungen: Variation, Mißweisung, magnet is che Deklination, Deviation, a str ono misc he Deklination, stellen sich gemäß befreundeter fachmännischer Auskunft kurz so dar: Eine jede nur in ihrem Schwerpunkte unterstützte, sonst aber frei schwebende Magnetnadel stellt sich in die magnet is che Nord-Südlinie. Der Winkel, den diese magnet is che Nord-Südlinie mit der a str ono misc hen Nordsüdlinie bildet, heißt „ Mi we i sung ‟, „ Variation ‟ oder auch „ magnet is che Deklination ‟.  —  Nur an einem völlig eisenfreien Orte steht die Nadel in der magnet is chen Nordsüdlinie, ist Eisen in der Nähe der Nadel,  —  wie an Bord der Schiffe  — so weicht die Magnetnadel um einen gewi en Winkel (de en Größe unter anderen Ursachen auch von der Entfernung, Lage u. s. w. des Eisens zur Nadel abhängt) von der magnet is chen Nord-Südlinie ab. Dieser Winkel wird „ Deviation ‟ genannt. Die Deviation ändert sich mit dem Kurse des Schiffes.  —  „Abweichung stammt aus der nautischen Astronomie und ist die Verdeutschung des Wortes „ Deklination ‟; nämlich „ Abweichung ‟ der Gestirne vom Äquat or des Himmels.‟  —  Die „Beschriving von der Kunst der Seefahrt‟ 1673 hat eine eigene Abhandlung „Thom Dörden: Wo men de declinatie der Sünnen finden, und die Instrumenten tho meting des Poles hochte gebrucken sal.‟
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