Tidehafen

Etymologisches Wörterbuch der deutschen Seemannssprache · 1882 · p. 8
der. In diesem Worte tritt es deutlich zu Tage, daß, ob zwar eine Tide Flut und Ebbe bedeutet, die Flut doch den gewichtigeren Teil der Verb in dung ausmacht, denn ein Tidehafen ist soviel wie ein Fluthafen, nämlich ein offener, nicht durch eine Schleuse geschlo ener Hafen, der nur zur Zeit des Hochwa ers zugänglich ist.  —  Die gangbare niederländische Zusammenziehung tij für tide war schon Waghenaer 1588 sehr geläufig; er spricht häufig von „tij hauen,‟ ja sogar von Tijbuckinghen als den besten, die natürlich in Holland verzehrt werden, während die minder wert i gen Maertschen Buckingh die Elbe hinauf nach Deutschland, Böhmen, Ungarn und bis zur Türkei gehen, „al waer de selve Buckingh voor de goede leckernye mede vercocht, gesleten ende gheconsumeert wert.‟
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