Schlick
Etymologisches Wörterbuch der deutschen Seemannssprache · 1882 · p. 7
der, ist der an den Nordseeküsten sich niederschlagende zarte, weiche, fette, schlüpfrige, sehr fruchtbare Meere chlamm, die Erde aus der Kooge, Groden und Polder bestehen, aus der der Marschboden sich gebildet hat. Neuerdings bringt man von der Küste den ausgebaggerten Schlick ins Binnenland zur Verb e e rung unfruchtbarer Moorund Haidestrecken. — Das Wort müßte eigentlich Schlich oder wenigstens Schliek heißen und heißt an Ort und Stelle auch slik mit langem i, weil es von sliken, schleichen, gleiten, schlüpfen kommt; also „schlüpfrige Erde.‟ — „Schlickrutscher‟ nennt man an der Nordsee scherzweise die Küstenfahrer.
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