raumen

Etymologisches Wörterbuch der deutschen Seemannssprache · 1882 · p. 7
ist die seemännische Form für das neuhochdeutsche Wort räumen, sich von der Stelle bewegen, den Platz verla en, Raum machen oder geben, Platz machen, nie der deutsch rumen, mittelhochdeutsch rumen, althochdeutsch rum an, angelsächsisch rumjan. Seemännisch bedeutet: „Der Wind raumt‟, er verändert seine Richtung, aber nicht wie beim Krimpen, in ungünstiger, sondern in günstiger Richtung, so daß man be er Kurs steuern und die Segel aufbra en d. h. den Wind unter günstigerem Winkel auf die Segel wirken la en kann. Wenn der Wind so günstig ist, ungefähr back stags weht, so spricht man von raumem Wind und kann raumschots segeln; man spricht auch von raumer See , wenn das Schiff freie Bahn hat, wenn ihm genug Seeraum zur Verfügung steht.
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