Quast

Etymologisches Wörterbuch der deutschen Seemannssprache · 1882 · p. 7
der, heißt wegen der Ähnlichkeit der Gestalt in der Seemann prache der Pinsel. Eigentlich ist  —  vergl. Badegast  — Quast ein Laubbüschel, Zweigbüschel, Reisigbündel. Es kommt als quest häufig und in vielen Verb in dun gen im Mittelniederdeutschen vor: klederquest, Kleiderquast, die Kleider auszuklopfen; heide-quast, Quast aus He ide kraut, die Töpfe und and eres Küchengerät zu reinigen, wi-quest, Weihwedel; witjen-quest, dicker Pinsel von Schweinsborsten um die Wände zu witjen, zu weißen. Hochdeutsch kennen wir das Wort hauptsächlich als Quaste.  —  „Mit dem weißen, dem schwarzen Quast malen‟ sagt der Seemann, je nachdem der Vorgesetzte bei der Be sicht i gung des Schiffes gnädig oder ungnädig ist. r.
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