Takelage

Etymologisches Wörterbuch der deutschen Seemannssprache · 1882 · p. 8
die, die Gesamtheit alles de en das zum Segeln gehört. Das Wort hieß mit tel nie der deutsch take lag he und wird damals kaum take las che ausgesprochen worden sein, wiewohl diese Bezeichnung eines Sam mel be griffes, die im Mittelniederdeutschen oft vorkommt, kaum anders als unter französischem Einfluß ent standen sein wird. Hätte es auf dem Wege seiner ferneren Entwickelung das h behalten, dann wäre überhaupt kaum jemand auf den Gedanken gekommen, es Take las che a us zus pre chen. Übrigens ist die Form des Sam mel be griffes in diesem Falle ganz überflü ig, da Takel ursprünglich für sich allein schon ein solcher Begriff war.  —  Im 18. Jahrhundert, in der Zeit der Fremdländerei, scheint sich erst die Au prache asche festgesetzt zu haben. Wenigstens finden wir da erst Segelasche und, was da elbe, Seilasche gedruckt. Der moderne Sprachgebrauch hat an der Endung solches Wohlgefallen gefunden, daß er sogar Stellas che, Kledasche und  —  Fre asche spricht. Kilian hat die Form taekelinghe; Take lung (s. d.) ist aber jetzt etwas and eres.  — In Ostfriesland wird heute noch nicht Take las che, sondern Takelasje gesagt, wie denn überhaupt alle die zahlreichen Wörter mit der Sam me len dung -age so ausgesprochen werden.
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