Giep

Etymologisches Wörterbuch der deutschen Seemannssprache · 1882 · p. 4
das, ist der Sache nach da elbe wie Giek (s. d.) nur wird bei dieser Benennung die Sache von einer anderen Seite aus angesehen. Während man bei Giek das Bewegliche im Auge hat, denkt man bei Giep an das Gespreizte, Auseinandergesperrte, indem giepen von gapen weiter gebildet ist wie gibbeln von gabbeln; gapen aber heißt gähnen, den Mund aufmachen, ihn we it a use in an der machen. Von Giep gibt es ein Zeitwort giepen , das bezeichnet was man bei Rahesegeln durchdrehen nennt, „eine Eule fangen.‟ Wenn das Gieksegel von vorne Wind faßt und zurückschlägt, was entweder durch plötzliches Umschlagen des Windes oder beim Aufkreuzen und Beimwindeliegen durch Unachtsamkeit des Steuernden geschehen kann, so schlägt das Giep auf die andere Seite, das nennt man giepen. Durch dieses Zurückschlagen, behauptet Roeding, seien schon im Boot sitzende Leute erschlagen oder über Bord geschleudert worden. Daher wird von vor sicht i gen Seeleuten der Giekbaum mit einem Bullentau gesichert.
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