Kleid

Etymologisches Wörterbuch der deutschen Seemannssprache · 1882 · p. 5
das, heißt im Munde des Seemanns nicht da elbe wie im Hochdeutschen, sondern nur Decke, wie im Ostfriesischen und überhaupt im Niederdeutschen und Niederländischen kleed = Decke, Teppich ist. Auch im Althochdeutschen war dem so; da hieß kleit Zeug, Tuch, (wie das englische cloth), banckleit = Bankdecke, (aber nicht Bankki en, denn das hieß bankphulwe, wie noch jetzt in Hochdeutschland ein Ki en „Pilwe‟ heißt). Mittelhochdeutsch satelkleit = Satteldecke. Seemännisch: Hängemattskleid, Zwischendeckskleid.  —  Dem entsprechend wird auch kleiden gebraucht, doch sie he in Bezug hierauf Schmarting, Platting, Schladding und Sarving; auch heißt das Wegnehmen nicht entkleiden, sondern abkleiden .
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