Wake

Etymologisches Wörterbuch der deutschen Seemannssprache · 1882 · p. 8
die, ist eine offene Stelle im Eise, die entweder in Folge natürlicher Ursachen überhaupt nicht zugefroren war, oder aber künstlich ins Eis geschlagen ist für Zwecke des Fischfanges etc. Das Letztere, also das künstlich aufgehauene Eis ist auch für die Schiffahrt von Bedeutung, wie schon aus der Lübecker Chronik erhellt: „De hovetman.. leth in der nacht umb de (im Eise liegenden) schepe grote waken howen unde de i chulveren leth he under drucken.‟ Niederländisch wak, Nebenform von wek, weich, und dieses vom Präteritum wek von wiken, weichen, also eine Stelle die „weich‟ ist, weichend, die „nach‟ gibt, keinen Wider stand leistet.
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