brack

Etymologisches Wörterbuch der deutschen Seemannssprache · 1882 · p. 3
salzig, bitter, trübe, schlammig, verdorben, schlecht, unbrauchbar. Brack was ser ist Süßwa er mit Salzwa er gemischt, also zum Trinken unbrauchbar. Dann übertragen auf andere unbrauchbare Dinge, verd or bene Waren, nicht vorschriftsmäßige Lieferungen oder nicht ver wend bare Teile einer solchen; bracken heißt der glei chen Gegenstände als brack bezeichnen, condemn i ren, a us must ern, verwerfen. Schon Kilianus hat das Wort brack in beiden Bedeutungen: „sals us, aquae marinae saporem quod am modo referens‟ und brack goed, „merces submersae, salo sive aqua marina corruptae.‟ Die Bedeutung ist also ursprünglich: „durch Salzwa er verdorben‟, dann überhaupt verdorben. Und zwar hat der Gedanke an bei einem hereinbrechenden Unglück hereinbrechendes Meer was ser den Au chlag bei der Benennung gegeben. Das Wort kommt also von brechen; an Schiffbruch und Deichbruch ist zunächst zu denken und dann an die dadurch verursachte Beschädigung.  —  Das „Bremer Wörterbuch‟ schreibt: „Brack = Salzwa er mit Flußwa er gemengt. „Brakke Grund‟ ein Boden der salziges Wa er gibt.‟ Und daher soll Brake an der untern Weser seinen Namen haben, „weil Wa er, was auf diese Weise vermengt ist, gebrochen pflegt genannt zu werden.‟ Kaum, sondern Brack, Brake ist eine Stelle wo einmal ein Deich gebrochen war. S. a. Wrack . Die Bedeutung kommt nach Sinn und Form unserem „Gebrechen‟, „gebrechlich‟ nahe.
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